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Internationale ROM-Wallfahrt

Rom Wallfahrt
Datum:
Veröffentlicht: 7.8.24
Von:
Sylvia Schmitt
Ministranten aus Hirschaid waren auch dabei!
Rom Wallfahrt

Die Ministranten, der Papst und die Sache mit dem Eis...

 Reisebericht von der Romwallfahrt unserer Ministranten

 Sonntag, 28.07.24

Im Familiengottesdienst am Vormittag wurden wir von Pfarrer Dellermann verabschiedet. Gegen 17.15 Uhr holte uns der Bus an der Regnitzarena ab. Gemeinsam mit den Ministrantengruppen aus Hollfeld und Sassanfahrt/Seußling/Röbersdorf fuhren wir in unserem Bus los. Erste Station war Erlangen, wo wir mit Erzbischof Gössl in der Stadthalle den Aussendungsgottesdienst für alle ca. 1200 Teilnehmer aus dem Erzbistum Bamberg feierten.

Gegen 21 Uhr starteten wir dann endgültig in Richtung Rom.

 

Montag, 29.07.24

Nach 15 Stunden Busfahrt kamen wir gegen Mittag an unserer Unterkunft an, einem Campingplatz in einem römischen Außenbezirk. Dort wurden wir jeweils zu dritt in „Bungalows“ mit Schlafgelegenheit und Nasszelle untergebracht. Allerdings waren unsere Bungalows noch nicht geputzt und wir mussten bis 18 Uhr warten, bis wir endlich einziehen konnten. In der Zwischenzeit konnten wir den Pool des Campingplatzes erkunden und uns schon mal an das Wetter gewöhnen: sehr warm bei 36 – 40 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit. Eigentlich wollten wir am Nachmittag den ersten Ausflug in die Stadt machen, uns schon mal umsehen und das erste Eis essen. Aber daraus wurde wegen der Wartezeit auf die Zimmer leider nix.

 

Dienstag, 30.07.24

Bevor wir am Nachmittag in Richtung Petersplatz zur Papstaudienz wollten, beschlossen wir, uns das Colosseum und Forum Romanum anzusehen. Obwohl während unserer Zeit in Rom wirklich sehr viel los war und an sämtlichen Sehenswürdigkeiten irgendwelche Baustellen den Blick versperrten oder massiven Lärm verursachten (Rom rüstet sich für das heilige Jahr in 2025): die historischen Bauwerke und Ausgrabungen waren sehr beeindruckend.

Am Nachmittag stand dann die Papstaudienz auf dem Programm. Nach umfangreichen zeitraubenden Sicherheitskontrollen kamen wir gut am Petersplatz an und ergatterten einen Platz in der Nähe eines Brunnens, was bei über 40 Grad und ohne Schatten für willkommene Abkühlung sorgte. Auch lagen unsere Plätze direkt an einem der Wege, auf denen der Papst mit dem Papamobil durchgefahren wurde. Dem heiligen Vater so nahe zu sein, war ein unbeschreibliches Erlebnis, das bei einigen regelrecht Gänsehaut verursachte. Nachdem der Papst durch die Reihen gefahren war, feierte er mit uns und den anderen 50.000 Ministranten eine Abendandacht. Alles in allem ein sehr beeindruckender Tag mit vielen Erlebnissen, die dauerhaft in Erinnerung bleiben werden. Und vor lauter Programm und Erlebnissen hatten wir wieder vergessen, ein Eis zu essen....

 

Mittwoch, 31.07.24

Um das bisher Erlebte erstmal sacken zu lassen und uns von den Strapazen der letzten Tage ein bisschen zu erholen, legten wir einen Entspannungstag am Strand ein. Mit dem Bus und Ministranten aus Bischberg, Geiselwind und Hof fuhren wir nach Ostia an den „Paradise Beach“. Dort standen Liegen und Sonnenschirme für uns bereit. Wir konnten relaxen, im Wasser plantschen, Muscheln sammeln und das Meer genießen.

Am Abend bekamen wir am Campingplatz hohen Besuch: der Erzbischof stattete uns einen Besuch ab und hielt mit uns einen Nachtgottesdienst in einer stillen Ecke des Campingplatzes. Da es aber weder am Strand noch in unserer Anlage eine Eisdiele gab, wars mit Eisessen schon wieder nix.

 

Donnerstag, 01.08.24

Ganz früh schon, noch vor dem Frühstück, machten wir uns auf den Weg zum Petersdom. Wir hatten gelesen, dass die Kirche um 7 Uhr öffnet und wollten bald nach Öffnung da sein, um Kirche, Kuppel und Papstgräber zu besichtigen. Als wir um 07.12 Uhr am Petersplatz ankamen, waren bereits so viele andere Menschen da, dass wir letztendlich 3 Stunden warten mussten, bis wir nach oben in die Kuppel gehen konnten. Ein paar von uns wagten auch noch den engen und steilen Aufstieg auf das Kuppeldach und wurden mit einem grandiosen Ausblick belohnt. Nach dem Erlebnis Petersdom stärkten wir uns in einer nahegelegenen leckeren Pizzeria, besuchten das deutsche Wallfahrtszentrum und gingen dann weiter in Richtung Lateranbasilika. In der wunderschönen „Mutter aller Kirchen“ fand der Abschlussgottesdienst für alle Teilnehmer aus dem Erzbistum Bamberg und dem Bistum Würzburg statt. Knapp 3000 Ministranten feierten gemeinsam mit Erzbischof Gössl und Bischof Jung einen beeindruckenden und berührenden Gottesdienst zum Ende der Romwallfahrt. Dummerweise hatten wir erneut darauf vergessen, nach einer Eisdiele Ausschau zu halten und so endete auch dieser Tag ohne echtes römisches Eis.

 

Freitag, 02.08.24

Wir mussten unsere Koffer bereits um 08.30 Uhr zum Bus bringen und einladen, damit die Busfahrer noch entsprechende Ruhepausen vor der anstehenden Nachtfahrt hatten. So hatten wir den ganzen Tag zur freien Verfügung und wir machten uns auf den Weg in die Altstadt, um eine klassische Touristenroute abzulaufen. Wir wollten auf eigene Faust Pantheon, Trevi Brunnen, Piazza Navona etc. besichtigen, das ein oder andere Mitbringsel einkaufen und – endlich - Eis essen gehen. Im Gewirr der hübschen Gassen in der römischen Altstadt erinnerte sich Astrid an eine Eisdiele, die sie vor fast 20 Jahren in Rom besucht hatte. Wir fanden die Eisdiele und genossen endlich das erste Eis. So viele Eissorten und alle so lecker! Um noch ein paar Eissorten mehr probieren zu können, beschlossen wir, am Rückweg bei dieser Eisdiele (Gelateria del Teatro) einen erneuten Stopp einzulegen.

Mit vielen schönen Erinnerungen an Erlebnisse und Besichtigungen der letzten Tage und dem Eindruck, das leckerste Eis der Welt gegessen zu haben, bestiegen wir am späten Abend unseren Bus, der uns schließlich am Samstag wieder wohlbehalten nach Hirschaid brachte.

 

Fazit: die Romwallfahrt war ein unvergessliches, unbeschreibliches und beeindruckendes Erlebnis für alle Beteiligten! Trotz einiger Strapazen (allein schon durch die große Hitze), waren sich alle einig, dass die Woche in der ewigen Stadt wunderschön war. Wir kamen mit vielen anderen Ministranten aus anderen Bistümern oder anderen Ländern ins Gespräch und erlebten einmalige Momente.

 

Wir bedanken uns bei allen, die uns im Vorfeld geholfen und/oder durch Spenden unterstützt haben. Für besonders großzügige Spenden bedanken wir uns recht herzlich bei der Fa. Franz Veit, Juliane Hillmann und Harry John, Walter und Mathilde Bergmann, Anton Eckert und Pfarrer Jürgen Dellermann.

 

 

Georg, Johanna, Lena, Marie, Niklas, Robin und Sally

mit Astrid

 

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