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Die Orgel der Pfarrkirche St. Vitus

Im Jahre 1990 entschieden sich Pfarrer, Kirchenrat und damalige Organisten einhellig, die stark störanfällig gewordene, in den 50er Nachkriegsjahren von der Firma Dietmann (Lichtenfels) erbaute, elektropneumatische Orgel mit Freipfeifenprospekt und Fernspieltisch durch ein komplett neues, zeitgemäßes und qualitativ hochwertiges Werk zu ersetzen.
Nach gut zweijähriger Planungs- und Bauzeit konnte schließlich zur Kirchweih im September des Jahres 1995 ein Orgelneubau mit zwei Manualen und 32 Registern aus der Orgelmanufaktur H.-G. Vleugels in Hardheim (Odenwald) feierlich eingeweiht werden.  Die Orgel mit 32 klingenden Registern ist ausgestattet u. a. mit einem elektronischen Setzer (Registerspeicher) und einem Cymbelstern (Glockenspiel).

Das Orgelwerk wurde im Zuge der Generalsanierung der Kirche 2016/18 im November 2018 gereinigt, nachintoniert und überholt.

Technische Daten

  • Orgelgehäuse: Fichte, zum Altar passend farbig gefasst
  • Gesamtgewicht: ca. 6,5 Tonnen
  • Registertraktur: mechanisch und elektrisch
  • Register: 30 Register + 2 Teilzüge (aus Mixtur/I und Scharff/II) 26 Labialstimmen (davon 1 Schwebung), 6 Zungenregister
  • Pfeifenanzahl: gesamt: 1814
  • Windladen: Mechanische Tonkanzellen / Schleifladen
  • Windversorgung: Dreiphasen-Schleudergebläse 2800 U/min.
  • Spieltraktur: rein mechanisch
  • Manualklaviaturen: C-g’’’ = 56 Tasten als zweiarmige Tastenhebel
  • Untertasten: Ebenholz dunkel
  • Obertasten: Ebenholz mit Knochenauflage weiß
  • Pedalklaviatur: C-f’ = 30 Tasten, Eiche parallel-geschweift
  • Duale Registertraktur:  (Doppeltraktur: mechanisch und elektrisch)
  • Handzüge: gedrechselt mit handbemalten Porzellanschildern
  • Koppeln: elektrisch als Tritte in der Vorsatzleiste des Pedals Man II/I - Man II/Ped - Man I/Ped
  • Weitere Tritte: Sequenzer <> - Tutti - Zungen an/ab - Cymbelstern
  • Schweller: Mechanischer Jalousieschweller
  • Setzer: 128-facher elektronischer Setzer mit Sequenzer
                 8 Programmgruppen x 8 Kombinationen auf 2 Ebenen

Besonderheiten

  • Regelbarer Cymbelstern mit 6 Schalenglocken und optisch sich drehender Sonne (Motiv: Sonne, Mond und Sterne) in der mittleren Prospektpfeife.
  • Barockes, durch Piston zuschaltbares Effektregister „Nachtigall“.
  • Stimmung: 440 Hz / 15 Grad Celsius, gleichstufig temperiert.

Ausführung der Orgelanlage

  • Vleugels Orgelmanufactur GmbH, Rote Au 43, D-74736 Hardheim
  • Leitung der Orgelerneuerung, technischer Support und technische Anlagen:  Hermann Popp, Hirschaid
  • Farbfassung des Gehäuses:  Firma Schmuck, Bamberg

Die Disposition des Orgelwerkes

Manual-I (Hauptwerk C-g''' ): 12 Register

  • Bourdon 16' (Holz gedeckt)
  • Principal 8' (Prospekt C-cs'')
  • Rohrflöte 8' (ab gs  mit Rohr)
  • Viola da Gamba 8'
  • Octave 4'
  • Traversflöte 4' (ab gs überblasend)
  • Quinte 2 2/3'
  • Superoctave 2'
  • Larigot 1 1/3' (Auszug aus Mixtur)
  • Mixtur 4-fach 1 1/3' (c-Repetition; ab c''' 5-fach))
  • Trompete 8' (französische Bauart, ab fs'' doppelte Länge)
  • Clarion 4' (französische Bauart, ab fs' doppelte Länge, ab fs'' 8')
  • Tremulant (Stoßtremulant) regelbar

Manual-II (Schwellwerk C-g''' ): 12 Register

  • Gedecktflöte 8’ (Holz)
  • Salicional 8'
  • Vox coelestis 8' (Schwebung ab c)
  • Praestant 4'
  • Querflöte 4' (Holz innenlabiert)
  • Flageolet 2'
  • Nasat 2 2/3' (konisch)
  • Terz 1 3/5'
  • Sifflet 1' (Auszug aus Scharff)
  • Scharff 3-fach 1' (fis-Repetition)
  • Hautbois 8' (Oboe, französische Bauart)
  • Vox humana 8' (Bauweise nach Silbermann)
  • Tremulant (Stoßtremulant) regelbar

Pedal (Pedalwerk C- f' ): 8 Register

  • Principalbass 16' (C-F akustisch mit 5 1/3', C-H Kiefer, ab c Sn)
  • Subbass 16'
  • Octavbass 8' (Prospekt C-g)
  • Gemshorn 8' (konisch)
  • Choralbass 4'
  • Rauschwerk 3-fach 2 2/3' (+ 2' + 1 1/3')
  • Bombarde 16' (Holzbecher)
  • Posaune 8' (Sn)

Tritte in der Vorsatzleiste des Pedals:

  • Koppel I/II
  • Koppel I/Ped.
  • Koppel II/Ped.
  • Zungen ab
  • Nachtigall (Piston)
  • Tutti
  • Zimbelstern
  • Setzer-Sequenzer auf/ab

Ansprechpartner zur Orgel

Hermann Popp, Hirschaid  (hermann.popp(at)web.de)
Homepage-Zusammenstellung: Hermann Popp © 2007

Technische Daten:
Vleugels Orgelmanufactur Hardheim ©1995

Bilder zum Orgelwerk